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kinder- und jugendhort taxham, salzburg

    2003 – bauherrenpreis arch+ing
    eine würdigung für verantwortungsbewusstes und zukunftsweisendes bauen

    zum insgesamt zehnten mal verleiht die kammer der architekten und ingenieurkonsulenten für oberösterreich und salzburg ihren bauherrenpreis. mit dieser auszeichnung werden - alternierend in den bundesländern oberösterreich und salzburg - grosse verdienste um die qualität im baugeschehen gewürdigt.
    hier sollen bauherren geehrt werden, die durch ihr persönliches engagement ideale rahmenbedingungen schaffen, damit architekten und ingenieurkonsulenten ihre planerische leistungen auf höchstem qualitativen niveau verwirklichen können.

    der preis geht heuer an zwei bauherren, die weitblick und kompetenz bewiesen und so einen entscheidenden beitrag zur hebung der baukultur im land geleistet haben. die stadt salzburg wird gewürdigt, bei kindergärten zukunftsweisende architektur ermöglicht zu haben. die schmittenhöhebahn-ag bekommt den bauherrenpreis für ihre seilbahnen und skisportanlagen, die tonangebende ingenieurleistungen für den fremdenverkehr darstellen.(…)
    gewürdigt werden sollen der weitblick, mit dem sachlich kluge und fachlich kompetente entscheidungen gefällt werden, und vor allem auch die persönliche courage, nicht den weg des geringsten widerstandes zu gehen: ein vorbildlicher bauherr wagt sich auch über althergebrachtes hinaus. auf den ersten blick unorthodoxe zugänge erweisen sich oftmals als die nachhaltigeren, besseren lösungen für die zukunft. ein vorbildlicher bauherr vermag bauliche konzepte in die tat umzusetzen, mit denen sich auch noch kommende generationen voll stolz identifizieren werden können.

    die stadt salzburg hat während den letzten jahren investitionen in kinderbetreuungseinrichtungen getätigt, die sich auf lange sicht für das soziale gefüge der stadt bezahlt machen werden. in den jahren 2000 bis 2003 schuf man in horten und kindergärten insgesamt 382 betreuungsplätze.(…)
    gewürdigt werden soll das engagement der stadt, weil diese bauoffensive nicht bloss den quantitativen bedarf gedeckt, sondern musterbeispiele für die betreuung von kindern auf der höhe der zeit geschaffen hat. die salzburger nachrichten berichteten zu diesem thema am 27. september 2003: “kinder 'wohnen' oft auswärts. nach dem zuhause ist der kindergarten jener ort, an dem sich kinder im vorschulalter am längsten aufhalten. neben pädagogischen konzepten wird die individuelle entwicklung von kindern auch durch die räumlichen bedingungen dieser einrichtungen gefördert. kinder brauchen räume, in denen sie sich sicher und geborgen fühlen, ruhe und rückzugsmöglichkeiten finden, kontakte zu anderen kindern knüpfen, sich bewegen, spielen, sich ihre umwelt aneignen und selbstständig werden können. raum als erfahrungsfeld der sinne fördert oder hemmt entwicklung, begünstigt oder erschwert pädagogik. lange zeit hat die vorschulerziehung dies vernachlässigt. die salzburger stadtväter und -mütter haben die notwendigkeit erkannt und in der jüngeren vergangenheit kindergarten-projekten zum durchbruch verholfen, die sich eine entwicklungsfördernde architektur auf ihre fahnen geschrieben haben.“
    bürgermeister heinz schaden wird als oberster vertreter der stadt mit dem bauherrenpreis bedacht, nachdem in seiner amtszeit als stadtvater vier richtungsweisende lösungsansätze für kindergerechte bauten entstanden sind. bei allen vier bauvorhaben ist der bestmögliche weg zur qualitätsfindung beschritten worden, nämlich der eines fairen, klar strukturierten architekturwettbewerbs. ein architekturwettbewerb nach professionellen richtlinien birgt die besten chancen für vorbildliches bauen. und bauliche vorbilder bringen entscheidende positive anstösse für eine hebung der lebensqualität im urbanen lebensraum. vor allem sind der kinderhort taxham und die kindergärten in leopoldskron, am gebirgsjägerplatz und am alterbach zukunftsweisende modelle für verantwortungsvollen umgang mit ressourcen: bei allen vier beispielen ist der energieverbrauch auf ein minimum reduziert worden.

    auszug aus der würdigung zum bauherrenpreis arch+ing 2003


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