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BIOGENA – welcome to yourself

25 // BIOGENA unternehmenszentrale // neubau / wettbewerb / bauherr: lbs5 projektgesellschaft / gemeinsam mit hobby.a – wolfgang maul, salzburg / adresse: linzer bundesstrasse 5, a-5020 salzburg.


die städtebauliche interpretation hat sowohl der bedeutung des ortes am kreuzungspunkt des den inneren stadtbereich umfahrenden sterneckstrassen-boulvards mit der direttissima linzer bundesstrasse zur inneren stadt gerecht zu werden, als auch die potentiale der stadträumlichen umgebung zu erweitern.

die neue BIOGENA zentrale schließt die bestehende baulücke am „sterneck“ und definiert den ort als markant-präsente stadtecke (eckstein). der historische, innerstädtische stadtraum am kapuzinerberg wird gefasst (stadtfassung), der überregionale verkehrsraum um die neue stadtecke gespannt.

20 statt 30 meter

als stadtecke strahlt die neue BIOGENA zentrale durch ihre elegante, horizontale struktur und körperlichkeit enorme präsenz aus, die prominente position wird jedoch keineswegs missbraucht. an den zwei gebäudeenden (sterneckstraße und linzer bundesstraße) stuft sich der bauköper geschoßweise ab und bindet verträglich an den jeweils angrenzenden bau- bzw. landschaftsbestand an.
die in relation zum zugelassenen höhenfenster sehr geringe bauhöhe (20 statt 30 meter) lässt einen vergleichsweise deutlich ungestörteren blick auf den kapuzienerberg mit dem franzisci-schlössl zu.

holzontale schichtung

um auf die örtliche umgebung zu reagieren, nutzt der baukörper das innewohnende wesen der geschichteten büroebenen und verschiebt die jeweiligen geschoßumrisse kontinuierlich zueinander.
am verkehrsumspülten stadteck sterneckstraße stuft bzw. lehnt sich der holzkörper leicht in den raum und verstärkt damit die eckpunkt-markierung.
über dem hauptzugang an der linzer bundesstraße weicht der holzkörper jeweils um 60 cm zurück und gibt den büroflächen pflanzraum für die erforderliche, pflanzliche fassadenschattierung. zur parkanlage im süden legt sich eine jeweils 2,70 meter tiefe, begrünte und schattenspendende terrassenabtreppung (vertikaler garten) vor die büroflächen. sie folgt im wesentlichen dem gesetzlichen nachbarabstand. an den gebäudekanten verbinden serpentinenartige treppenläufe die versetzten geschoßebenen vom stadtraum bis zum dachgarten; und eine fußwegschleife im stadtraum (stadtläufer, dachgartenworkshops).

materialität natur und gesundheit

der biologische baustoff holz steht im mittelpunkt des materiellen erscheinungsbildes des gesamten oberirdischen bauvorhabens, sowohl äußerlich als auch im innenraum. pigmentierte, erdige betonflächen und estriche (auf stdtebene) komplementieren das natürlich organische materialbild. große glasflächen füllen die holzverkleideten fassadenrahmen und zeigen ein gesellschaftsoffenes unternehmensbild.

gemeinsames arbeiten im raum

die vorgegebenen büroflächen (mit achsmaß 135 cm, zonierungen) öffnen sich zum städtischen außenraum, gleichermaßen aber auch nach innen zum gemeinsamen, 20 meter hohen atrium. eine kommunizierende, schmale innenzone bietet platz für erforderliche nebenräume und angedachte verbindungstreppen zwischen den geschoßen, dient aber auch als ort für informellen austausch. so kann hier großer sozialer raum entstehen, eine arbeitswelt als inkubator für neues.

erschließung und sicherheit

das für die höhe der brandanschutzforderungen maßgebliche fluchtniveau der obersten geschoßebene liegt bei diesem projekt bei 20 meter, also deutlich unter 22 meter (hochhausgrenze). dadurch ergeben sich die bautechnischen möglichkeiten zur entwicklung eines brandschutzkonzeptes für ein offenes und dennoch sicheres haus. drei sichere stiegenhäuser (bereich sterneckstraße) bzw. außentreppen (linzer bundesstraße und sterneckstraße) dienen einerseits der sicheren entfluchtung, aber auch für kurzweiliges flanieren an den gebäudekanten für mitarbeiter und stadtwanderer.

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