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wohnen am kapellenweg

wohnen am kapellenweg // 06 / wettbewerb / 23 we / bauträger: die salzburg / kapellenweg, a-5020 salzburg.


der ort
liegt wenige schichten hinter der verkehrsader der münchner bundesstrasse,
kleinteilig strukturiert, körper und räume zwischen geländekante, bahndamm und verkehrszubringer.
die niedrige baustruktur hält sich eng am öffentlichen raum („dorf liefering“), sowohl am breiten strassenraum der tiefenbachhofstrasse als geschlossenes, flaches „strassendorf“, als auch am schmalen kapellenweg. der gemeinsame raum ist ein durch dichte heckenzonen oder/und niedrige, geschlossene baustrukturen begrenzter – ähnlich einer gartenstadt. gleichzeitig liegt er aber auch zentral im städtischen raum.
diese umgebungsvoraussetzungen eignen sich dazu, spezifische vorzüge aufzugreifen:
die bereits vorhandene feinheit der siedlungstextur entwickelt sich zu einem dichten geflecht von privaten, halböffentlichen und öffentlichen räumen – grossteils horizontal angeordnet und verknüpft dehnt und erweitert sie den geschützten bereich des wohnens.
private wohnanteile, je wohneinheit von über 30m tiefe durch vier freibereiche rhytmisiert und bereichert, erlaubt uneingesehene privatheit und intimität auch im freien bei gleichzeitiger unmittelbarer nähe zum kapellenweg; dies ergibt für das private wohnen eine grosse „weite“ und grosstmögliche persönliche freiheit, andererseits für die verknüpfung mit nachbarlichen und öffentlichen bereichen eine unmittelbarkeit und nähe im alltag.

das wohnen
als eine art verdichtete flachbaustruktur. ebenerdig organisiert sind die einzelnen wohneinheiten wie persönliche häuser zu fuss und per rad durch den eigenen hauseingang am kapellenweg zu erreichen.
durch die entwicklung entlang eines eingangshofes und zweier gartenhöfe ertreckt sich die einzelne wohnung über die gesamte grundstückstiefe. die wohnung schwenkt am ersten gartenhof, der wohnungsraum erweitert sich subjektiv.
das über die gesamte fläche begrünte dach besitzt einen tiefpunkt jeweils in wohnungsmitte und steigt jeweils nach osten und südwesten an. im nordwesten steigt die wohnraumhülle zu gemeinschaftlichen wohnformen mit einer im gelenkpunkt gelegenen kinderbetreuungswohnung an.