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geistliches zentrum embach

geistliches zentrum embach // 07 / gutachterverfahren / auslober: erzdiözese salzburg / embach, a-5651 lend.



der embacher kirchenbezirk oberhalb des dorfes fügt sich aus bauten unterschiedlichen charakters und ausprägung zusammen. den kulturbauten (kirche, pfarrhof) steht das dienende stallgebäude bei, welches einen blick auf vergangenes tun gestattet. dieses konzept versucht diese chance intensiv aufzugreifen.
der umgang mit der substanz ist solcher art, dass das alte gefüge weiterhin seinen stellenwert behält, über das reine bild hinaus.
innerhalb der substanz werden 3 räume neu definiert. diese räume unterliegen keiner hierarchie, jedoch unterschiedlicher zielrichtung und sind verschiedenen charakters.

das vestibül im südwesten legt als geste der öffnung einen raum frei, der den anderen nutzungen vorhof ist, aber vor allem auch dem vorbeikommenden wanderer anziehender und geschützter ort des verweilens und verharrens ist. die oberflächen sind sinnlich verfeinert (farbige mosaikverfliesung, gestaltete textile schiebewand als winterschutz) und intensiviert den charakter des schwellenraumes, sowohl im realen, als auch im übertragenen sinn.

der meditationsraum wird als ein stark in sich gekehrter raum als solcher weiter verstärkt. das betreten dieses stillen, archaischen raumes ermöglicht das heraustreten aus dem alltag. die wenigen massnahmen an diesem raum sind die säuberung der bestehenden deckenträme und bruchsteinwände, das raumseitige, bündige einsetzen rahmenloser verglasungsschleier (auch lichtstreuung) in die wandöffnungen. neu und fremd ist der schwimmend verlegte, gewärmte mosaikboden, der dem menschen berührungsfläche und aufenthalt ist, selbst aber wand noch säule (baulicher bestand) nicht berührt.

der verandensaal ist eine in den zwar massiven, aber zugig fugigen blockbau eingeschobene, leichte raumschale aus holz und glas. der charakter der raumschale (hölzerne veranda, umlaufende banktruhen als sitzflächen und stauraum, handwarme tannenbrettverkeidung an boden, wand und dach) ist vertraut. landschaft ist hier das vergangene tun des bestandes, die bestehenden fenster- und türöffnungen, spalten und fugen lassen blicke zum berg oder zum kirchenbezirk frei. der blockbau übernimmt die funktion des witterungsschutzes, die eingeschobene veranda wird durch die blockwände belüftet und beschattet. der 80 m2 grosse, annähernd quadratische saal erleichtert eine vielzahl unterschiedlicher nutzungen.
zugänglich ist der saal sowohl über das vestibül mit den direkt angelagerten nebenräumen (garderobe, 2 wc) über eine treppe erreichbar, als auch über die ehemalige hochtennbrücke von der bergseite über das freie (sommerzugang, festtagszugang).