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uni-park nonntal

uni-park nonntal // 02 / eu-weiter, offener, anonymer, zweistufiger städtebaulicher wettbewerb / 2. stufe / auslober: stadtgemeinde salzburg / bauherr: bund, stadt, hypobank / a-5020 salzburg.


5000 unter 25 – 5000 unter 25.000*

gegenstand des wettbewerbes
…war die erlangung eines übergreifenden stadtteilentwicklungskonzepts und unterschiedlich detaillierter bebauungskonzepte, die städtebauliche neuordnung des stadtquartiers inneres nonntal in salzburg.
die bebauungskonzepte sollen grundlagen für die neubauten der universität salzburg (geisteswissenschaftliche fakultät und mozarteum), den neubau eines dienstleistungszentrums der salzburger landes-hypothekenbank ag und den neubau des sportzentrums mitte der stadt salzburg darstellen.
kennzahlen: gesamtgröße planungsperimeter: ca. 9 ha, bgf universitätsneubauten: ca. 35.000m2, bgf hypo: ca. 7.500m2., bgf sportzentrum: ca. 7.000 m2.

umsiedlungen, bauetappen
die umsiedlung der bestehenden nutzungen auf dem wettbewerbsareal bedingt eine ablaufplanung, die der jetzigen flächenverteilung ebenso zugrunde liegt.
die einzelnen schritte folgen in der genannten reihenfolge aufeinander:

phase 1: beginn der errichtung neuer sportflächen im osten der für die sportvereine reservierten flächen und des „sportzentrums mitte“ (noch ohne abbruch der universitätsprovisorien). damit sind ausreichend neue sportflächen geschaffen, um die sportvereine von den bestehenden flächen abzusiedeln.
parallel zur verlegung des reisebusterminals kann mit dem neubau der landes-hypothekenbank, einschl. der bebauung der erweiterungsflächen auf der erzabt-klotz-straße (angrenzend an die liegenschaften der lhb) begonnen werden.
die planung der bauten der lhb und der arge nonntal müssen so erfolgen, daß diese unabhängig von der entwicklung der anderen projektteile realisiert werden können.
zeitlich ebenso von bedeutung ist der dringende neubau des kulturgeländes nonntal. die jetzige lage des bauplatzes im plan der flächenverteilung wurde u.a. aufgrund der tatsache gewählt, daß die liegenschaft rasch bebaut werden kann.

phase 2: nach freiwerdung der sportplätze kann mit der realisierung der universitätsbauten und des nördlichen teils des „grünkeils“ begonnen werden. nach fertigstellung der baumaßnahmen kann die umsiedlung der geisteswissenschaftlichen fakultät in die neuen gebäude erfolgen. der abbruch der jetzigen universitätsprovisorien erfolgt nach vollendetem umzug.

phase 3: letztendlich wird der westliche teil der sportplätze des sportzentrums mitte errichtet. gleichzeitig wird der „grünkeil“ fertiggestellt.

*) 5000 schüler/studenten unter 25, 5000 unter 25000 insgesamt


prägung: zeichen – landschaftsräume
verbindungen: stadt-park – wiesenland – wiesenweg – hellbrunner allee

stadt und land
heranführen des landschaftsraumes bis an die altstadt, sodass der übergang als schwellenraum eines baulich an der stadtkante konzentrierten universitätskomplexes erfahrbar wird.
nur eine mehrgeschossige, gläserne, teilweise auch offene, halle trennt die schanzelgasse/nonnbergmauer von den wiesen des freisaal-geländes; die benutzbare oberfläche der versenkten sporthallen liegt sozusagen am ufer eines weiten wiesenraumes und kann katalysator einer bewussteren land/stadt-wahrnehmung sein.

öffnung des südlichen endes der altstadt. weiterführung der durchlässigkeit der josef-preis-allee.
landschaftsraumgewinn durch freihalten des landschaftsflusses; gebrochene ränder werden durch punktuelle bauliche massnahmen gelenkt; konzentration durch verdichtung und verdünnung.
freispielen des freiraumes durch einbettung der freisportfelder in den landschaftraum; absenken der sportflächen und aufbauen einer etwas erhöhten wiesenlandschaft.


landschaft
text: anna detzlhofer, landschaftsplanerin, wien

das freiraumkonzept verfolgt die idee des offenen landschaftsraumes, welcher von baumzeilen gerahmt und strukturiert wird. der landschaftliche charakter wird so bis an den stadtnahen bereich herangeführt.

es entsteht eine sequenz von offenen, landschaftlich geprägten freiräumen, welche primär in der bewegung, im durchwandern/durchspazieren erfahrbar sind. raumfolgen überlappen sich, weite wechselt sich ab mit engen baumzeilengesäumten bereichen.
am übergang zur stadt , an der schnittstelle zum geplanten universitätgebäude verdichtet sich die landschaft. sie wird durch eingelagerte felder, welche thematisch besetzt sind, vielschichtiger. die wiesenwelle, das blumengebirge, der senkgarten bieten platz für spiel und aufenthalt. der bereich des sukzessionsgartens gehört primär der natur. die verschiedenen tempii, vom entwicklungstempo der sukzession bis hin zum jahreszeitlichen wechsel der bäume werden so sichtbar.

die sportfelder sind zum teil abgesenkt, sie sind räumlich abgegrenzt und optisch dennoch teil der landschaftlichen szenerie. am rande, zwischen bestehender schule und sportfelder sind spielfelder für das informelle spiel, skater-bowl, streetball, streetsoccer, in den lockeren bewuchs eingelagert.